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Serie “Weintrauben” Nr. 4: italienische Traubensorten

Dienstag, 21. September 2010 von konrad

Mit einer Anbaufläche von ca. 800.000 ha gehört Italien zu den größten Weinproduzenten der Welt. Die Anbaufläche ist allerdings zurückgegangen, im Jahr 1990 waren es noch über 1.000.000 ha und im Jahr 2000 waren es noch über 860.000 ha. Was die Menge des jährlich produzierten Weines betrifft, so ist Italien zusammen mit Frankreich an der Spitze der weinproduzierenden Ländern mit über 40 Mio hl. Italien hat eine außerordentliche Vielfalt an Traubensorten, die am meisten verbreiteten davon sind:

Rotweine

  • Sangiovese
  • Montepulciano
  • Barbera

Weissweine

  • Trebbiano
  • Cataratto
  • Garganega

Sangiovese: Der Name „Sangiovese“ stammt vom lateinischen Sanguis Jovis (das Blut Jupiters), die Traube wurde aber schon vor 2.500 Jahren von den Etruskern angebaut. Die SangioveseTraube hat sich in der Heimat der Etrusker behauptet – in der heutigen Toskana. Die bekanntesten Sangiovese Weine sind der Brunello die Montalcino und die Chianti-Weine.

Montepulciano: Die Traubensorte Montepulciano wird häufig irrtümlicherweise mit dem Ort Montepulciano in der Toskana und dem von dort stammenden „Vino Nobile die Montepulciano“ in Verbindung gebracht. Der bekannteste Wein aus den Trauben Montepulciano stammt aber hauptsächlich aus den Abruzzen und heißt deswegen auch „Montepulciano d’Abruzzo“.

Barbera: Diese Traubensorte wird hauptsächlich in den Regionen Piemont, Lombardei und Emilia-Romagna im Norden Italiens zu sortenreinen Weinen verarbeitet, ist aber auch in anderen Regionen und in anderen Weinanbaugebieten (wie etwa in Kalifornien, Argentinien und Südafrika) vertreten. Der Barbera wird zu in einigen sortenreinen DOCG-Weinen verarbeitet, von denen die bekanntesten die Bezeichnungen Barbera d’Alba, Barbera d’Asti, Barbera del Monferrato tragen.

Trebbiano: Die Traubensorte Trebbiano ist in Italien und in Frankreich (dort bekannt als Ugni Blanc) die wichtigste weiße Traubensorte. Sie ist widerstandsfähig gegen Frost und liefert einen hohen Ertrag und Weine mit wenig Alkohol, aber kräftiger Säure. Aus den Trebbiano-Trauben werden selten sortenreine Weine hergestellt, sie ist in Italien aber in sehr vielen DOC-Weinen vertreten. Nicht nur Wein entsteht aus der Trebbiano-Traube, auch der berühmte „Aceto Balsamico“ wird daraus produziert und in Frankreich wird aus dem überwiegenden Teil der Ernte gar kein Wein hergestellt, sonder Cognac.

Cataratto: Diese weiße Traubensorte ist im Süden Italiens – in Sizilien und Kalabrien – eine wichtige Traubensorte. Sie wird in seltenen Fällen zu sortenreinen Weinen verarbeitet, ist aber in vielen Weißweinen vertreten und hat im DOC-Wein „Alcamo“ sogar den Hauptbestandteil.

Garganega: Die Traubensorte Garganega wird hauptsächlich in der Region Veneto angebaut, dort findet man sie beispielsweise in den DOC Weinen „Soave classico“.

Serie “Weintrauben” Nr. 3: deutsche Traubensorten

Donnerstag, 09. September 2010 von konrad

In Deutschland haben sich in den letzten 10 Jahren klare “Favoriten” unter den Traubensorten gebildet. Bei den Rotweinen ist dies der Spätburgunder und bei den Weissweinen der Riesling. Von der insgesamt ca. 100.000 ha Weinanbaufläche nehmen die Weissweintrauben ca. 2/3 der Fläche ein und die Rotweintrauben ca. 1/3. Die beiden häufigsten weissen Traubensorten zusammen (Riesling und Müller-Thurgau) werden in etwa gleich viel angebaut wie sämtliche roten Traubensorten zusammen:

Weissweine:

  • Riesling, 22.434 ha (34,5% aller weissen Trauben)
  • Müller-Thurgau, 13.721 ha (21,1% aller weissen Trauben)
  • Silvaner, 5.236 ha (8,0% aller weissen Trauben)

Rotweine:

  • Spätburgunder, 11.800 ha (31,7% aller roten Trauben)
  • Dornfelder, 8.101 ha (21,8 aller roten Trauben)
  • Portugieser, 4.354 ha (11,7% aller roten Trauben)

Quellen: Bundesamt für Statistik, Deutsches Weininstitut
(Zahlen von 2008)

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